Gehe heute in den Wald! Du brauchst nicht unbedingt einen echten Wald. Wenn du keinen Wald an der Hand hast, schließ die Augen und stell dir Bäume vor.
🌲 Mini-Aufgabe:
Atme dreimal tief ein, als würdest du Waldluft einatmen, es riecht nach Bäumen, nach Erde, vielleicht auch nach Schnee. Solltest du dir bei der Vorstellung schwer tun, darfst du die Übung auch in
der Christbaum-Abteilung im Baumarkt ausprobieren :-)
Beim Ausatmen: Stell dir vor, du lässt Stress wie die Tannennadeln des Christbaums nach Weihnachten rieseln.
Vielleicht ist ja ein Spaziergang in einem echten Wald heute genau das Richtige, um den Kopf frei zu bekommen und Natur-Energie zu tanken...
Affirmation:
„Ich habe Natur im Herzen.“
🧠 Wissenschaftlich gesehen:
Schon der Gedanke an Natur entspannt den präfrontalen Cortex (Berman et al., 2008). Selbst ein Bild von Bäumen senkt Puls und Blutdruck.
Kurz: Du brauchst keine Wanderstiefel – nur Fantasie mit vielleicht ein bisschen Frostschutz.
Ausführlicher:
Gedanken an Natur wirken messbar beruhigend. Berman et al. (2008) zeigten, dass Bilder grüner Landschaften die Aufmerksamkeit regenerieren und den präfrontalen
Cortex entspannen. In der japanischen Forschung zum Shinrin Yoku („Waldbaden“) wiesen Li et al. (2010) nach, dass Walderlebnisse den Cortisolspiegel senken und das Immunsystem
stärken.
Selbst eine kurze mentale Naturvisualisierung reduziert Puls und Blutdruck (Jiang et al., 2014). Dein Gehirn braucht also keinen echten Wald, um zu atmen – nur
deine Vorstellung.
👉 Quellen:
Berman, M. G., Jonides, J., & Kaplan, S. (2008). The Cognitive Benefits of Interacting with Nature.
Psychological Science, 19(12), 1207–1212.
Li, Q. et al. (2010). Effect of Forest Bathing Trips on Human Immune Function. Environmental Health and Preventive Medicine, 15(1), 9–17.
Jiang, B. et al. (2014). Physiological and Psychological Effects of Viewing Forest Landscapes. Urban Forestry & Urban Greening, 13(2), 403–412.
150 g Sojawachs oder Bienenwachs
1 Baumwolldocht (unbeschichtet, passend zur Gefäßgröße)
10–15 Tropfen ätherisches Öl (z. B. Lavendel, Orange, Zitrone, Vanille)
Hitzebeständiges Glas oder kleines Schraubglas
Kleiner Topf + hitzebeständige Schüssel (Wasserbad)
Holzstäbchen oder Löffel
Wäscheklammer oder Stäbchen zum Fixieren des Dochtes
Docht vorbereiten
Docht mittig ins Glas stellen (unten evtl. mit etwas geschmolzenem Wachs fixieren).
Wachs schmelzen
Wachs im Wasserbad langsam schmelzen (nicht kochen).
Duft hinzufügen
Topf vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen (ca. 60 °C), dann ätherisches Öl einrühren.
Gießen
Flüssiges Wachs vorsichtig ins Glas gießen.
Fixieren & trocknen lassen
Docht gerade halten (z. B. mit Wäscheklammer).
Kerze mindestens 4–6 Stunden, besser über Nacht, aushärten lassen.
Docht kürzen
Auf ca. 1 cm kürzen – fertig!
Entspannend: Lavendel
Frisch: Zitrone oder Grapefruit
Warm & gemütlich: Orange + Zimt (nur wenig Zimt!)
Waldig: Zedernholz oder Kiefer
⚠️ Hinweis:
Nur reine ätherische Öle verwenden (keine Duftöle für Kosmetik). Kerzen nie unbeaufsichtigt brennen lassen
Mag.a Sabine Senn, BA
Klinische Psychologie
Gesundheitspsychologie
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