Angst- und Panikstörungen

Angst ist allgegenwärtig und Angststörungen in den unterschiedlichsten Ausprägungen weit verbreitet. Generell sind Frauen öfter von Angsterkrankungen betroffen als Männer. In verschiedenen Lebensabschnitten sind Ängste "normaler" als in in anderen (z.B. Fremdeln oder Angst vor bestimmten Geräuschen bei Kleinkindern). Bei Kindern sind unrealistische Ängste also nichts Besorgniserregendes, solange sie nicht stark ausgeprägt und vorübergehend sind. Angststörungen wie die Generalisierte Angst oder eine Panikstörung sind im Kindesalter eher selten zu finden. Im Erwachsenenalter ist dies aber anders. Eine Panikstörung beginnt lt. Statistik mit etwa 29 Jahren. Etwa 9 % der Bevölkerung leidet mindestens einmal im Leben an einer Panikstörung. Eine Panikattacke ist ein plötzliches, starkes Angstgefühl, ohne dass es mit einem konkreten Auslöser in Kontakt gebracht werden kann. Sie ist gepaart mit einigen starken körperlichen Symptomen, wie z.B. Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Enge in der Brust und dem Gefühl, gleich sterben zu müssen oder wahnsinnig zu werden.

Die häufigste Angststörung ist die Soziale Phobie. Hier handelt es sich um die Angst, von anderen Personen negativ bewertet zu werden. Dem entsprechend breitet sich diese Angst auf sämtliche soziale Situationen aus (z.B. Gespräche führen, Blickkontakt etc.) und wird als sehr belastend, raum- und zeitgreifend empfunden (z.B. tagelanges Grübeln vor sozialen Situationen; Angst davor, dass das Gegenüber sieht, wie ich rot werde). 

Etwa 11% der Bevölkerung leiden mindestens einmal in ihrem Leben an einer einfachen, spezifischen Phobie. Betroffene fürchten sich nur vor einer Sache, z.B. einem Tier, Spritzen, Blut etc.

Hilfe bei Angst- und Panikstörungen

In meiner Praxis kombiniere ich bei Angst- und Panikstörungen häufig Bio- oder Neurofeedback mit gedanklichen Umstrukturierungen. Wir schauen uns gemeinsam Ihre Angst an. Sie lernen, auf die Vorboten der Angst zu achten und mögliche Auslöser zu erkennen. Angst ist oft gepaart mit Entscheidungsschwierigkeiten: eine Veränderung ist zwar gewünscht, doch die Angst vor ihr ist zu stark. Oft passieren diese Prozesse auf einer unbewussten Ebene und ihr vegetatives Nervensystem befindet sich in ständiger Alarmbereitschaft. Das Erlernen von Entspannungstechniken ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Angst- und Panikbehandlung. In meiner Praxis können Sie lernen, unbewusste Verknüpfungen zu erkennen und mit diversen Techniken zu korrigieren und so positiv zu beeinflussen. Auch die Konfrontation mit angstbesetzten Reizen geschieht im Rahmen der Behandlung.