Warum Entspannung so wichtig ist...

Stress - Statussymbol oder Krankheit?

"Ich bin im Stress, ich hab so viel zu tun.", "Ich habe keine Zeit."... ja das zeugt doch von einem fleißigen, tätigen Leben, so wie es sich gehört und wie es normal ist! Oder? Was steckt hinter dem Hunger nach Stress? Vielleicht der Hunger nach Anerkennung in einer Gesellschaft, die geprägt ist von Leistung, Zeitdruck und grenzenloser Erreichbarkeit? Welchen Preis zahlen wir dafür?

 

Hans Selye (1907-1982) wird als Vater der Stressforschung bezeichnet. Er führte den Begriff "Stress" in die Bereiche Biologie und Medizin ein. Er unterschied zwischen belastenden Reizen (Stressoren) und der Antwort des Organismus (Stressreaktion). 

In seinen Versuchen fand er ein zeitliches Verlaufsmuster für die Reaktion der physiologischen Prozesse:

1. Alarmreaktion (physiologische Reaktionen wie Ausschüttung von Stresshormonen)

2. Resistenz (Widerstand gegen den Aggressor und Festsetzen)

3. Erschöpfung (Resistenz kann nicht mehr aufrecht erhalten werden; die Folge ist Erschöpfung und Krankheiten)

 

 

Den Organismus wahrnehmen und beruhigen!

Stress ist nicht einfach nur zu viel zu tun zu haben, sondern auch für unseren Organismus messbare physiologische Veränderung! Bei Stress steigt unser Hautleitwert, die Atmung wird flacher, Muskeln verspannen sich und unser Herzschlag ist beschleunigt. Ein gesunder Organismus übersteht Stressphasen relativ leicht, kann sich nach einer stressigen Phase im Normalfall auch gut wieder erholen. Wenn der Stress zu viel wird, kann diese Erholung aber nicht mehr stattfinden und die körperlichen Stresssymptome halten an - ein chronisch gestresster Organismus ist die Folge: Bluthochdruck, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen, koronare Herzkrankheiten etc... Stresskrankheiten! Und eben auch auf psychischer Ebene schlägt sich Stress nieder: Depressionen, Ängste, Panikattacken. 

Die gute Nachricht ist: Wir können was dagegen tun!