Neurofeedback

Beim Neurofeedback handelt es sich um eine computergestützte Trainings- und Therapiemethode, bei der dem Klienten einige ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität (über die man gewöhnlich keine Wahrnehmung hat), wahrnehmbar gemacht werden: mittels EEG werden Gehirnströme gemessen und dem Gehirn gespiegelt. 

Inzwischen ist bekannt, in welchen Gehirnarealen bestimmte Störungen lokalisiert sind. Ich setze Elektroden auf die relevanten Areale, messe die Gehirnströme und spiele sie in eine akustisch gefüllte Bildschirmanimation ein. Das Gehirn erkennt sich und seine Selbstaktivität. Es kann somit eine Über- oder Untererregung selbstständig anpassen und eine für die Person angemessene Erregungsleistung herbeiführen. Bei ausreichendem Training kann diese optimale Erregungsleistung auf Dauer beibehalten werden, bzw. das Gehirn ist in der Lage zwischen Erregungszuständen flexibler zu wechseln.

 

 

Welche Symptome lassen sich mit Neurofeedback behandeln?

Ganz allgemein kann man sagen, dass mit Neurofeedback stets Cluster von Symptomen behandelt werden können:

- Angstzustände, Panikattacken

- Konzentrationsschwierigkeiten

- Hyperaktivität und motorische Unruhe

- Symptome von Autismus und Asperger

- Depressive Verstimmungen

- Chronische Schmerzen, Migräne, Tinnitus

- Schlafprobleme

- Stresssymptome bzw. -erkrankungen

- Weitere Anwendung: Training für Spitzenleistungen (peak performance)

 

Mehr Infos zu Neurofeedback und meiner Gemeinschaftspraxis in Innsbruck:

www.neurofeedback-psychologen.at 

Othmerverfahren / ILF

Diese von mir praktizierte Variante des Neurofeedbacks wurde von dem amerikanischen Ehepaar Susan und Siegfried Othmer entwickelt und in über 30 Jahren stetig verbessert und weiterentwickelt.

Kennzeichnend ist, dass die hier genutzten Signale mit Frequenzen zwischen 10 mHz und 0,001 mHz besonders langsam sind. Daher trägt diese Methode auch den Namen ILF (infralow frequencies).

ILF-Training lässt sich individuell auf jede Person abstimmen und erzielt dadurch sehr gute Ergebnisse.

Die Elektrodenplatzierungen sind variabel und werden an die Symptome angepasst, denn mittlerweile weiß man, in welchen Arealen bestimmte Symptome entstehen.

Hier findest du mehr darüber: 

https://www.eeginfo.com/doctorothmer/

So hilft Neurofeedback

Durch das computergestützte Feedback, das dem Gehirn (verschiedenen Regionen und dem Zusammenwirken derselben) dargeboten wird, organisiert es sich um. So wie auch Muskeln trainiert werden können, funktioniert das auch mit unserem Gehirn. Einerseits passt es sich nämlich stets routiniert an seine Anforderungen an, andererseits kann es gut aus der Reserve gelockt werden, um Neues zu lernen (mit Neugierde, Spaß und Begeisterung), was in einem optimalen Erregungs-zustand super funktioniert. Unser Gehirn ist im Training über das Feedback bestrebt, neue Strategien auszuprobieren. Diese werden im Alltag gefestigt. 

Ablauf des Trainings

Am Beginn steht eine ausführliche Eingangsanamnese, bei der alle für die Behandlung wichtigen Symptome abgeklärt und besprochen werden können.

Anfänglich sind die Trainingstermine in der Regel engmaschiger (ca. 1-2 Mal / Woche). Üblicherweise sind etwa 20 Behandlungen mit Neurofeedback notwendig, um davon nachhaltig profitieren zu können, die ersten Teilerfolge stellen sich aber oft schon nach 6-8 Einheiten ein. Zur Behandlung mit ILF-Neurofeedback gehört ein regelmäßiges Symptomtracking, um laufend die Symptome kontrollieren und auswerten zu können. Aus diesen Veränderungen ergeben sich häufig neue Elektrodenpositionierungen.